Aktuelles


Eröffnungskonzert
des Internationalen Orgelsommers 2017


Freitag, 7. Juli 2017
19.30 Uhr, Stadtkirche St. Wenzel

Konzerteinführung 19:00 Uhr, Chorempore

"Faszination reformatorisches Liedgut an St. Wenzel"

Bachpreisträger Dávid Szigetvári (Berlin) - Tenor
Bachpreisträger Jörg Halubek (Stuttgart) - Orgel


Werke von Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude,
Matthias Weckmann u.a.

- Mit Lesung aus dem Geleitwort Martin Luthers, Philipp Melanchthons und Justus Jonas' zur ersten protestantischen Kirchenordnung für St. Wenzel Naumburg von 1537/38 -

Foto
Dávid Szigetvári (Berlin) - Tenor

 

Foto
 Jörg Halubek (Stuttgart) - Orgel

  >  Zur  Vita der Künstler


Das Eröffnungskonzert des Internationalen Orgelsommers 2017 präsentiert programmatisch eine „Messe für Orgel und Gesang“ und orientiert sich dabei in seinen Rahmenteilen an Johann Sebastian Bachs "Orgelmesse" aus dem Dritten Theil der Clavierübung.
Dazwischen eingeschoben erklingen Arien aus verschiedenen
vertonten Messen Bachs, sowie aus dem Musicalischen Gesang-Buch von Bach-Schemelli. Einzelne Choralbearbeitungen sowie die dazu gehörigen gesungenen Choräle komplettieren den konzertant-liturgischen Ablauf.
Das eröffnende Praeludium Es-Dur beginnt im französischen Ouvertürenstil. Im weiteren Verlauf werden zunächst galante Anklänge hörbar bevor sich schließlich noch ein drittes Thema hinzugesellt. In unterschiedlichen Kombinationen kehren diese drei Teile ritornellartig wieder, worin sich Bachs universelle Meisterschaft auf ihrem reifen Höhepunkt zeigt.
Darauf folgen die sogenannten "drei kleinen Kyrie-Bearbeitungen", die durch ihre Taktprogression 3/4 - 6/8 - 9/8 in engster Verbindung zueinander stehen und eindrucksvoll kontrapunktisch durchkomponiert wurden. Die Melodien der drei Bearbeitungen basieren auf dem Naumburger Kyrie, welches in der protestantischen Gottesdienstordnung von 1537/38 aus St. Wenzel seine älteste bekannte Quelle hat.      >  weiter hier

> Das Programm zum Konzert finden Sie hier  (PDF 506KB).

Eintritt: 12,00 € (9,00 € ermäßigt)






2. Konzert des Internationalen Orgelsommers 2017

Freitag, 14. Juli 2017
19.30 Uhr, Stadtkirche St. Wenzel

Konzerteinführung 19:00 Uhr, Chorempore

"Michael Praetorius und Samuel Scheidt an St. Wenzel - Aufbruch in ein neues Musikzeitalter"

Maurizio Croci (Fribourg/CH) - Orgel

Werke von Michael Praetorius, Samuel Scheidt,
Girolamo Frescobaldi, Heinrich Scheidemann, Matthias
Weckmann und Dietrich Buxtehude

- Mit Lesung zeitgenössischer Berichte über Michael Praetorius' musikalische Leitung des Naumburger Fürstentages 1614 sowie aus einem Brief Samuel Scheidts von 1630 -

Foto
Maurizio Croci (Fribourg/CH) - Orgel

 



>  Zur  Vita des Künstlers

Im Fokus des zweiten Orgelsommer-Konzertes stehen kontrapunktische Werke unterschiedlicher Couleur. Gemein ist allen, im Laufe des 17. Jahrhunderts entstanden zu sein - einer Blütezeit der musikalischen Entwicklung in Europa, in deren Zentrum der norddeutsche Raum als Schmelztiegel von entscheidender Bedeutung war. Neben der Verdeutlichung dieser Übergangszeit des Stile Antico zum Stile Moderno spürt Maurizio Croci zwei Musikerpersönlichkeiten mit enger Verbindung zur Stadtkirche St. Wenzel nach - Michael Praetorius und Samuel Scheidt.
Scheidt verbrachte zwar fast sein gesamtes Leben in Halle/Saale, studierte aber eine Zeit lang in Amsterdam bei Jan Pieterszoon Sweelinck, so dass sein kompositorischer Stil stark von der norddeutschen Tradition beeinflusst ist. Seine Toccata aus der berühmten Sammlung Tabulatura Nova zeigt eine deutliche Verwandtschaft zu Sweelincks Toccaten. In der fünfteiligen Anlage werden zwei imitatorische Teile von drei freien Abschnitten im virtuosen Toccatenstil umrahmt.      >  weiter hier

> Das Programm zum Konzert finden Sie hier  (PDF 482KB).

Eintritt: 12,00 € (9,00 € ermäßigt)







3. Konzert des Internationalen Orgelsommers 2017

Freitag, 21. Juli 2017
19.30 Uhr, Stadtkirche St. Wenzel

Konzerteinführung 19:00 Uhr, Chorempore

"Johann Sebastian Bach und sein musikalisches Umfeld"

Giulia Biagetti (Lucca/Italien) - Orgel

Werke von Johann Sebastian Bach, Johann Pachelbel,
Georg Böhm, Dietrich Buxtehude und Johann Gottfried Walther

- Mit Lesung aus Briefen und Dokumenten Johann Sebastian Bachs über die Mitplanung und Abnahme der Hildebrandt-Orgel an St. Wenzel Naumburg -

Foto
Giulia Biagetti (Lucca/Italien) - Orgel

 



>  Zur  Vita der Künstlerin

Als der junge Johann Sebastian Bach im Alter von zehn Jahren zum Waisen wurde, nahm ihn sein älterer Bruder Johann Christoph in Ohrdruf auf. Dieser selbst hatte seine musikalische Ausbildung zunächst im Schoß der eigenen Familie begonnen, ging dann aber nach Erfurt, um in den folgenden drei Jahren bei dem berühmten Komponisten und Organisten Johann Pachelbel sein Können zu verfeinern. In den Jahren, da Pachelbel als Organist an der Erfurter Predigerkirche Dienst tat, brachte er unter anderem durch seine Schüler eine erstaunliche Vielzahl unterschiedlicher, bis dahin nahezu unbekannter Kompositionen in die Region - darunter viele Werke von Dietrich Buxtehude, welchen Pachelbel sehr verehrte, ihm später sogar seine berühmte Sammlung "Hexachordum Apollinis" widmete.
Die "Toccata d-Moll" (die Fuge wurde erst später im Zuge der Veröffentlichung hinzugefügt; es handelt sich im Original aber um zwei voneinander getrennte Werke) stellt ein besonderes Werk im Gesamtschaffen Pachelbels dar. Man findet kein zweites Mal ein solches Pedalsolo - auch dies kann dem Einfluss Buxtehudes bzw. dem Norddeutschen Orgelstil zugeschrieben werden, da man hier die häufige solistische Verwendung des Pedals als charakteristisch bezeichnen darf. Pachelbels Ansehen als erstrangiger Komponist wird auch in seinen Choralbearbeitungen sichtbar, ebenso in den beiden Chaconnen in f-Moll und d-Moll, welche zweifelsfrei Meisterwerke darstellen.      >  weiter hier

> Das Programm zum Konzert finden Sie hier  (PDF 462KB).

Eintritt: 12,00 € (9,00 € ermäßigt)



Orgelabnahme
durch Bach und Silbermann