Vita der Künstler



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Dávid Szigetvári (Berlin)

 



  


Der in Berlin lebende lyrische Tenor Dávid Szigetvári gewann den Ersten Preis beim XVIII. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig. Beim 1. Antonio- Cesti Gesangswettbewerb für Barockoper in Innsbruck erhielt er einen Sonderpreis, nachdem er sein Studium an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest abgeschlossen hatte.
Die Presse schätzt seinen "feinen, ausdrucksvollen Tenor" und seine "ungemein stilsichere Diktion" (Süddeutsche Zeitung). Anläßlich seines Deutschland-Debuts in der Bachschen Matthäus-Passion hoben die Stuttgarter Nachrichten 2012 seine "spektakuläre Gestaltungskraft" hervor.
Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Orfeo Chamber Orchestra Budapest, dem Savaria Baroque Orchestra und dem belgischen Ensemble Scherzi Musicali. Mit diesen Ensembles erschienen als Weltersteinspielungen CDs mit Musik von Caldara, Mazzocchi und Bertali. Weiterhin konzertierte er mit dem Budapest Festival Orchestra, dem Vokalensemble Vox Luminis, der Lautten Compagney Berlin und dem französischen Ensemble Akademia.
Seine Auftritte führten ihn unter anderem zum Schleswig-Holstein-Musikfestival, zu den Musikfestspielen Sanssouci (Potsdam), den Tagen Alter Musik (Herne), den Würzburger Bachtagen, zum Festival d'Aix en Provence, zum Bachfest Leipzig, nach London, Paris, Rotterdam, Wroclaw, an das Konzerthaus Wien und bis nach Neu Delhi.
Die Titelpartie in Monteverdis L'Orfeo sang er am Landestheater Passau, Sebalduskirche Nürnberg, Opéra de Reims, Arsenal (Metz) den Teseo in Cavallis Elena in Lille und Lissabon. An der Staatsoper in Budapest war er unter anderem in Vivaldis Farnace, Stravinskis Rake’s Progress und als Ferrando in Mozarts Cosi fan tutte zu erleben. Die Jahre 2016 und 2017 begannen mit Aufführungen von Haydns Schöpfung mit der Österreichisch-Ungarischen-Haydn-Philharmonie unter Adam Fischer und Nicolas Altstaedt. Am Staatstheater Nürnberg debütierte er 2016 mit der Johannes-Passion.



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Jörg Halubek (Stuttgart)

 



  


Jörg Halubek (geb. 1977) studierte Kirchenmusik, Orgel und Cembalo in Stuttgart und Freiburg bei Jon Laukvik und Robert Hill. An der Schola Cantorum Basiliensis spezialisierte er sich in der Historischen Aufführungspraxis bei Jesper Christensen und Andrea Marcon.
2004 gewann er als Organist den Ersten Preis des Internationalen Bach-Wettbewerbs in Leipzig. Mit der Gründung des Stuttgarter Barockorchesters „il Gusto Barocco“ im Jahr 2008 begann er seine Tätigkeit als Ensembleleiter und Dirigent. Einen Akzent bilden das Musiktheater, das Neuhören bekannter Werke und Entdeckungen vergessener Kompositionen. Als Barock-Dirigent führten ihn Engagements an die Staatstheater in Stuttgart, Kassel und Oldenburg und an die Wuppertaler Bühnen.
Seine CD-Einspielungen dokumentieren besondere historische Instrumente, beispielsweise große Orgelwerke J.S. Bachs an der Silbermann-Orgel zu Rötha, oder die Cembalo- und Orgelwerke von Bernardo Storace (Venedig 1664) auf zwei original erhaltenen italienischen Instrumenten des 17. Jahrhunderts. Mit der Barockgeigerin Leila Schayegh sind inzwischen drei Einspielungen entstanden, die aktuelle CD mit Werken für obligates Cembalo und Tangentenflügel und Violine von C.P.E. Bach erhielt einen Diapason d'Or (PAN, April 2014).
Nach Lehraufträgen und Professuren an den Musikhochschulen in Karlsruhe, Stuttgart, Trossingen und Linz (A) ist Jörg Halubek seit 2016 Professor für Orgel und Historische Tasteninstrumente an der Staatlichen Hochschule für Musik Stuttgart.



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Maurizio Croci (Fribourg/CH)

 



  


Als Preisträger des Internationalen Paul-Hofhaimer-Wettbewerbes in Innsbruck konzertierte Maurizio Croci bereits in ganz Europa, Russland und Japan. Regelmäßig leitet er Meisterkurse mit Musik für historische Tasteninstrumente und ist häufiges Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben (Alkmaar, Toulouse, Freiberg, etc.).
Mehrere CD-Aufnahmen wurden durch internationale Kritiken ausgezeichnet (unter anderem mit Musik von J.S. Bach, G. Frescobaldi, C. Monteverdi, G. F. Händel, D. Scarlatti, A. Soler, A. Gabriele, etc.).
Für seine letzte Bach-Aufnahme "Bach Mirrored" erhielt er 2017 den "Preis der deutschen Schallplattenkritik".
Er ist Professor an der HEMU – Musikhochschule in Lausanne und Professor für Cembalo an der Civica Scuola di Musica "Claudio Abbado" in Mailand.
Darüber hinaus leitet er als künstlerischer Leiter die Stiftung Academie d'Orgue de Fribourg.



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Giulia Biagetti (Lucca/Italien)

 



  


Giulia Biagetti hat ein Diplom in Klavier, Orgel und Orgelkomposition erworben. Sie hat bei den lucchesischen Musikern Marino Pratali und Gaetano Giani Luporini Komposition studiert und hat sich dann bei verschiedenen italienischen und ausländischen Künstlern (Tagliavini, Radulescu, Chapuis, Sacchetti, Vogel, Parodi, Saorgin usw.) fortgebildet.
Am Istituto Musicale "L. Boccherini" in Lucca unterrichtet sie Orgel und gregorianischen Gesang und ist beamtete Orgellehrerin an der bürgerlichen Musikschule in Capannori.
Sie ist beamtete Organistin der Domkirche in Lucca und des Domkirchenchors (Cappella "Santa Cecilia" della Cattedrale di Lucca).
Als Solistin hat sie in Italien und in anderen europäischen Ländern Konzerte gegeben, wobei sie überall zustimmenden Beifall und das Einverständnis der Kritik erhalten hat.
Sie hat eine CD mit romantischer und zeitgenössischer Orgelmusik aufgenommen.
Giulia Biagetti ist die Leiterin der Associazione Musicale "M. Santucci" und künstlerische Leiterin von mehreren Konzertveranstaltungen, die in der Provinz Lucca stattfinden.
(www.giuliabiagetti.org)



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Hélène Nassif (Naumburg)

 



  


Die französische Harfenistin Hélène Nassif studierte Pedalharfe bei Marielle Nordmann, Ghislaine Petit-Volta und Prof. Catherine Michel. Im Juni 2009 erwarb sie am Conservatoire à Rayonnement Régional de Paris das Diplôme d´Études Musicales Supérieures (Schwerpunkt: Orchester) mit Auszeichnung. Im Juni 2010 legte sie das Konzertdiplom und das Orchesterdiplom der Zürcher Hochschule der Künste mit dem Prädikat «Sehr Gut» ab. Daneben errang sie mehrere Preise bei Wettbewerben (u.a. «Prix d´Honneur» (über dem 1.Preis) beim Concours International Léopold Bellan 2006).
Hélène Nassif studierte Barockharfe bei Marie Bournisien an der Zürcher Hochschule der Künste sowie an der Hochschule der Künste Bremen bei Margit Schultheiss. In Bremen absolvierte sie 2014 auch ein Masterstudium für Alte Musik/Hauptfach Continuo mit dem Prädikat «Sehr Gut», in dem sie auch wichtige Anregungen durch Prof. Detlef Bratschke, Prof. Ludger Rémy, Prof. Joachim Held und Prof. Thomas Albert erhielt.
Im Jahr 2013 gründete Hélène Nassif gemeinsam mit der Sopranistin Anna Terterjan das Ensemble gabinetto armonico Bremen, welches Musik aus dem 17. bis 18. Jahrhundert auf historischen Instrumenten aufführt.
Hélène Nassif spielt als Continuistin auf der Barockharfe mit dem Ensemble für Alte Musik Combo CAM (Care about Music) u.a.


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Thomas Fritzsch (Freyburg)

 



  


Thomas Fritzsch, in der lebendigen Tradition sächsischer Kirchen- und Hausmusik aufgewachsen, ist "wohl einer der derzeit bedeutendsten Gambisten weltweit" (Musica Sacra 04/2017). Robert Marshall lobte ihn als den Casals der Gambe. In den europäischen Konzertsälen ist er ebenso zu hören wie auf den Podien der Metropolen New York, Boston, Tokio, Seoul, Abu Dhabi, Dubai, Havanna, Hongkong, Shanghai, Jerusalem und Tel Aviv.
Mit Leidenschaft und brillantem historischen Wissen sucht und entdeckt Thomas Fritzsch verschollene und vergessene Werke der Gambenliteratur, die zur Spätblütezeit des Instrumentes an der Schwelle zum 19. Jahrhundert entstanden. Zu den spektakulärsten Funden zählen dabei Carl Friedrich Abels 2nd Pembroke Collection und sein Gambenkonzert in A-Dur, Abels Ledenburg-Sonaten und Sonaten Johann Christian Bachs, die er erstaufführte, edierte und in Weltersteinspielungen vorlegte. Immer wieder wandte sich Thomas Fritzsch in Ersteinspielungen und Konzerten vergessenen Werken Georg Philipp Telemanns zu (u.a. Telemannisches Gesangbuch, Telemannische Hauspostille), um sie in kreativer Darbietung zu popularisieren.
Weltweites Aufsehen in der Musikwelt erzielte im Oktober 2015 die Nachricht, daß Thomas Fritzsch die bislang als verschollen gegoltenen 12 Fantasien für Viola da gamba von Georg Philipp Telemann aus dem Jahre 1735 auffinden konnte.
2016 stellte er diese durch Welterstaufführung, Einspielung und Edition der Öffentlichkeit vor und erhielt dafür begeisterte Reaktionen und Höchstbewertungen von Fachmagazinen. Das renommierte Magazin "Toccata" (87/2017) urteilte: "Fritzsch hat hier eine erstklassige Interpretation vorgelegt: technisch brillant und musikalisch fesselnd ... Diese CD ist eine der wichtigsten der letzten Jahre."
In Würdigung seines weltweit ausstrahlenden Engagements für Bach und Abel wurde Thomas Fritzsch 2014 zum Kulturbotschafter der Bach-Abel-Stadt Köthen ernannt.



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Orgelabnahme
durch Bach und Silbermann